ich mag euch jetzt mal mein Leid klagen:
Seit mehreren Jahren wünschte ich mir eine neue Küche, denn das, was der Vormieter in der Küche hat stehen lassen, war zwar funktionstüchtig, aber leider ansonsten sperrmüllreif.
Jetzt war es endlich soweit.. ausgemessen, Küche geplant und am 31.3. die Küche gekauft. Am 19.4. wurde sie geliefert und montiert. Soweit alles reibungslos - JUHU, ich im siebten Himmel, endlich meine eigene neue, schööööne Küche.
Am 4.7. dann die Ernüchterung: tropftropftropf tropfte es von dem Hängeschrank über der Spüle. Genauer geschaut: Wasserschaden an der Rückwand, am Boden, an der Tapete, an der darunterliegenden Arbeitsplatte... dazu schöne Verfärbung. Schadensfall bei IKEA gemeldet, Hausmeister informiert, der wiederum Handwerker geschickt hat.
Handwerker nehmen den Schrank ab und es wird deutlich: Dort, wo der Schrank an der einen Seite in die Wand gedübelt war, tritt Wasser aus.
Kurz: Die von IKEA zur Küchenmontage beauftragten Handwerker hatten meinen Hängeschrank am Abflussfallrohr angedübelt. Die Wand musste aufgestemmt werden, es kam zu einem Wanddurchbruch bis ins Schlafzimmer (gerade frisch gestrichen), das Rohr wurde geflickt, die Wand ausgebessert, tapeziert und gemalert. Der angegibbelte Hängeschrank verblieb mitten auf dem Boden meiner (kleinen) Küche.
07.07. Fotos vom Schaden vor und während der Instandsetzung per email an IKEA
zwischendurch noch 2x tel. Nachfrage wegen Gutachtertermin
erste Handwerkerrechnung eingetroffen und bezahlt
18.07. Gutachter von Montagefirma vor Ort
zweite Handwerkerrechnung eingetroffen und bezahlt, insgesamt beläuft sich die Summe auf >550€
08.08. tel. nachgefragt nach Status -> Gutachter hat noch keine Fotos/Meldung an IKEA geschickt
10.08. tel. Nachfrage -> IKEA will zurückrufen, Rückruf nicht erfolgt
15.08. tel. Nachfrage -> IKEA Mitarbeiterin bemüht sich um schnelle Lösung
17.08. Schreiben mit allen Unterlagen an IKEA (Handwerkerrechnungen >550€, Kauf-/Auftragsbelege)
Samstag MITTAG meldet sich IKEA telefonisch: Sie kommen für den Schaden nicht auf, da in den AGB steht, dass man den Handwerkern UNAUFGEFORDERT VOR der Montage Auskunft über etwaige Rohre in der Wand geben muss.
Der Schaden fiel übrigens erst so spät auf, da mein Nachbar über mir seltenst daheim ist und genau an dem Wochenende, als der Schaden auffiel, mit Besuch daheim war...
Ich frag mich jetzt, warum man extra Fachleute mit der Montage beauftragt, wenn man ihnen ihr Handwerk vorher erklären soll und woher ich als Mieterin wissen soll, wo Rohre in der Wand verlegt sind. Ich gehe davon aus, dass den Fachleuten vorher ersichtlich sein sollte, dass im Spülenbereich durchaus irgendwo Rohre in der Wand verlaufen könnten und dass es deren Aufgabe ist herauszufinden, wo man bohren kann und wo nicht... Dafür bezahl ich doch schließlich..
Ist so ein Passus in den AGB eigentlich rechtskräftig?
Jedenfalls bin ich nun absolut frustriert.
Den neuen Hängeschrank darf ich mir selbst kaufen, selbst herschleppen und selbst anbringen. Die Handwerkerrechnungen bekomme ich auch nicht bezahlt und die Freude an der neuen Küche ist mehr als getrübt - mal ganz abgesehen davon, dass sie seit fast 2 Monaten nun im "Ausnahmezustand" ist.
Ich bin jetzt kein IKEA-Fan mehr
