Natürlich hat der Kunde dem Monteur nicht zu sagen, wo Rohre oder Leitungen sind.
Oh man
Ich bin selber Monteur, wenn ich nicht weiß wo zu bohren ist, darf ich das nicht oder meine Versicherung kommt für den Schaden bzw. ich selber (ohne ausreichende Versicherung oder bei schuldhaftem Handeln) auf.
Was Ikea da dem Kunden erzählt, ist nen Witz.
Komme mir jetzt keiner mit Fragen nach "wo steht denn das im Gesetz, zeiiiigen...".
Und nochmal (für alle! OHREN AUF!):
AGB sind nur so lange gültig, wie sie Rechte der Vertragspartner im jeweiligen Land nicht beschneiden.
So oft lese ich, wie krampfhaft versucht wird die AGB von Ikea zu studieren, als wenn die die Bibel wäre! Die AGB sind ansich immer gleich, inklusive Salvatorischer Klausel und das meiste ist gesetzlich geregelt und kann von Händlern gar nicht weiter eingeschränkt werden. Man muß nur mal den Kopf einschalten, dann weiß man schon ob man Recht hat. Gesetzliche Ansprüche/Rechte auf Umtausch, Rückgabe usw. sind klar (gesetzlich) geregelt und gelten für jeden Vertrag zwischen Kunde und Vertragspartner. Der muß noch nichtmal schriftlich fixiert sein... (Stichwort: Vertragsfreiheit bzw. Formfreiheit)
Hier hat der Kunde bei dem Handwerkerunfall IMMER RECHT, weil der Handwerker muß ordentlich arbeiten. (Sofern der Kunde nicht absichtlich was verschwiegen hat und so..)
Meist wollen die Handwerker (egal welche) nicht, daß Kunde (Mieter) mit rumwuseln und doof rumlabern, weil der Handwerker gern arbeiten und FERTIG WERDEN will. Kein richtiger Handwerker erwartet vom Kundn eine Anleitung zum arbeiten, wo z.B. zu bohren ist! Hilfe...
Also den Kunden alle Folgen von Mißgeschicken der Handwerker aufzubürgen, ist lachhaft hoch drei. Der Kunde ist der Laie, der Handwerker der Fachmann! Wichtig ist: Der Kunde ist ENDKUNDE/VERBRAUCHER. Jene sind besonders geschützt, weil angenommen wird, daß Endkunden eben KEINE PROFIS sind, schon gar nicht, wenn Handwerker beauftragt werden.
Leute leute...
PS: Leider wird das auf ein Verfahren oder Vergleich hinauslaufen, weil Ikea sich eben rausreden will, sonst würde eine Flut von Ansprüchen Ikea erreichen. Die wollen halt keinen Präzedenzfall.
